Die Konkurrenz kauft bei Tesla CO2-Zertifikate in Milliardenhöhe ein


Der amerikanische Hersteller von Elektroautos verdient nicht nur an seinen Kraftfahrzeugen viel Geld, auch die CO2-Zertifikate haben sich für Tesla als sehr lukrativ herausgestellt. Unternehmen wie Fiat und Chrysler decken sich in dem Unternehmen von Elon Musk mit den Zertifikaten ein, weil Sie sonst hohe Strafen zahlen müssten.

Die Kraftfahrzeughersteller müssen sich vor höheren Abgasvorschriften schützen, für die sie hohe Strafen bezahlen müssten. Ihre schlechte Umweltbilanz können sie nur verbessern, indem sie CO2-Zertifikate kaufen. Fiat und General Motors müssen mit den Zertifikaten die Abgaswerte der eigenen Fahrzeugflotten schönrechnen und Tesla verdient daran mehrere hunderte Millionen Euro.

Seit 2010 macht Tesla ein gutes Geschäft mit den Emissionszertifikaten. Besonders in den USA reicht die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen nicht aus, um die Umweltvorschriften einhalten zu können. Die Amerikaner kaufen noch vorwiegend schwere SUVs und Pick-ups, die viel Kraftstoff verbrauchen und dementsprechend auch viele Abgase ausstoßen.

Die amerikanischen Autohersteller wollen sich bei dem Kauf von CO2-Zertifikaten aber auch auf den Sieg der Demokraten in 2020 vorbereiten, die die Emissionsgesetze drastisch verschärfen könnten. Die würden dann auch die Preise der Emissionszertifikate schnell in die Höhe schnellen lassen. Trump hat die Regeln für die Kraftfahrzeughersteller nicht verschärft, was bei einem Regierungswechsel wahrscheinlich schnell nachgeholt würde.

Aber auch in Europa hat Tesla gute Chancen die CO2-Zertifikate an den Mann zu bringen. Viele der europäischen Hersteller haben noch keine ausgewogene Produktpalette, mit denen sie ihre Emissionswerte an die neuen Gesetzesvorlagen anpassen können. Für Tesla kann dies ein gewinnbringender Geschäftszweig werden, der dem Unternehmen die benötigten finanziellen Mittel für einen gesunden Wachstum zur Verfügung stellt.

In Europa wird seit 2005 mit den Emissionszertifikaten gehandelt. Es hat sich ein Milliardengeschäft daraus entwickelt, mit dem nicht nur legal viel Geld verdient wird. Im März dieses Jahrs mussten verschiedene Klimabörsen den Handel aussetzen, weil schon benutze Zertifikate aus Ungarn in den Handel gelangt waren. Anscheinend werden die Zertifikate aber auch zum Umsatzsteuerbetrug verwendet, wie jetzt die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt ermittelt. Durch den mehrmaligen Verkauf der CO2-Zertifikate ins Ausland sollen mehrfach illegale Umsatzsteuerrückerstattung erzielt worden sein.

Ob der Handel und die Spekulation mit den CO2-Zertifikaten noch im Sinne des Gesetzgebers sind, lässt sich diskutieren. Für Tesla bedeutet sie eine Chance die finanzielle Durststrecke zu beenden, die durch die Produktion des neuesten Modells entstanden ist.

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