Euro fällt mit jedem Tag, den die Europaparlamentswahlen näher rücken


Der Euro setzt den Rückgang der letzten Woche fort, da Bedenken bestehen, dass die jüngsten Wahlen zum europäischen Parlament zu einem Anstieg des Populismus auf dem Kontinent führen werden und dies zu einer weltweit wachsenden Euroskepsis beiträgt.

Das sind schlechte Nachrichten für den Euro, der ohnehin schon an Boden verliert und durch den Brexit enorm belastet ist. Auch befindet sich der Euro in der Peripherie des Handelskrieges zwischen China und den USA.

Die Ergebnisse der Europaparlamentswahl dürften den Aufstieg von rechten Parteien bestätigen. Dies könnte zu weiteren Verlusten für den Euro führen, der bereits in der vergangenen Woche nachgelassen hat.

Für Händler besteht eine Einschränkung darin, dass diese erwartete Abkehr von den wichtigsten politischen Parteien der EU möglicherweise bereits im EUR/USD-Wechselkurs eingepreist sein könnte. Zum anderen ist die Preisvolatilität nach wie vor gering und die Wahlen dürften diese kaum ankurbeln.

Die Anleger haben jedoch Zeit, das Wahlergebnis zwischen Sonntag und der Öffnung der Märkte am Montag gründlich zu analysieren. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn die Ergebnisse von nationalen Bedenken in den einzelnen EU-Ländern getrübt werden und sich die Debatte auf den Austritt von Großbritannien aus der EU konzentriert. Mit Blick auf die Zukunft wird ein Anstieg rechtsextremer politischer Parteien wahrscheinlich erneut Zweifel an der Stabilität der EU aufkommen lassen.

Der Dollar erreichte am Dienstag im frühen Handel in Europa ein neues Drei-Wochen-Hoch gegenüber seinen Konkurrenten aus anderen Industrieländern, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, aufgrund der bereits hohen Unternehmensverschuldung indirekt kurzfristig gegen Zinssenkungen argumentierte.

„Die Unternehmensverschuldung hat eindeutig ein Niveau erreicht, das Unternehmen und Investoren Anlass zum Nachdenken geben sollte“, erklärte Powell auf einer Konferenz.

Britische Finanzaufsicht warnt vor betrügerischen Handelsplattformen

Die britische Finanzaufsicht hat vor dem Aufkommen betrügerischer Online-Handelsplattformen gewarnt, nachdem sich die Zahl der Betrügereien in Bezug auf Kryptowährung und Devisen im letzten Geschäftsjahr auf mehr als 1.800 Vorfälle mehr als verdreifacht hatte, so berichtet die Financial Times.

Die FCA hat den potenziellen Schaden untersucht, der Verbrauchern durch die Verwendung von Kryptowährungen wie Bitcoin entstand.

Join the Discussion

Your email address will not be published. Required fields are marked *

arrow