Der Euro auf dem Rückzug vor den Europaparlamentswahlen


Am Donnerstag beginnen die Europäischen Parlamentswahlen und währen bis Sonntag.  Innerhalb des letzten Jahres wurde die Besorgnis größer, dass innerhalb Europas rechtspopulistische Parteien mehr und mehr Wähler gewinnen. Bei den nächsten Wahlen für das Europäische Parlament rechnet man auch damit, dass rechte Parteien am Boden gewinnen. So hat zum Beispiel der italienische Innenminister am Wochenende in Mailand eine Kundgebung gemeinsam mit anderen rechtsradikalen und nationalistischen Parteien veranstaltet. Die Kundgebung war erstaunlich gut besucht.

Je mehr man in Europa jedoch zu den rechtspopulistischen Parteien tendiert, desto mehr muss man erwarten, dass  die Gemeinschaftswährung weitere Verluste hinnehmen muss. Vorsichtige Anleger bleiben bereits jetzt bei anderen Währungen.

US-Dollar zieht auf fast Zweijahreshoch

Der US-Dollar gewinnt jedoch wieder,wie die letzten Zahlen zeigen. Auch wenn bis jetzt noch kein Ende bei dem Handelskrieg zwischen den USA und China zu erkennen ist, gewinnt der Dollar weiterhin an Boden gegenüber dem Euro und anderen Währungen.

Bereits heute am frühen Montag bewegte sich der Dollar in die Richtung des 2-Jahreshochs, dass er im April erreicht hatte. Dabei halfen die Wahlergebnisse in Australien und Indien, die für die US-Wirtschaft eher positive Nachrichten bedeuten.

Die Spannungen zwischen Washington und Peking haben noch zugenommen, was die Aussichten für das globale Wachstum in den Schatten stellte und die Erwartungen anheizte, dass die Bundesbank in den kommenden Monaten die Zinsen senken muss.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China erhielt noch weiteres Öl aufs Feuer, als US-Präsident Trump das Telekom Unternehmen Huawei auf die schwarze Liste setzen ließ, und sich nun bemüht, dies auch weltweit durchzusetzen. Eine Reihe von Blue Chip Unternehmen, darunter Qualcomm und Intel sowie auch Google haben den Handel mit Huawei eingestellt. Das involviert unter anderem die Lieferung von Hardware, Software, und auch diverse technische Dienste, die dem Telekom Unternehmen bisher zur Verfügung gestellt wurden. Dem US-Dollar scheint dies jedoch nicht zu schaden.

Am Mittwoch ist das Protokoll der US-Notenbank fällig. Man erwartet, dass es mehr Einblicke in die Sitzung vom 1. Mai gibt, bei der beschlossen wurde, Zinsen unverändert zu lassen und mit Blick auf starkes Beschäftigungswachstum auch wenig Tendenz auf baldige Änderungen zu erkennen waren.

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