Yuan steigt nach ermutigenden Nachrichten von Trump


US-Präsident Donald Trump gab am Dienstag bekannt, dass er der Meinung sei, dass die Handelsgespräche mit der chinesischen Regierung doch noch von Erfolg gekrönt sein könnten. Der chinesische Yuan erlebte nach dieser Neuigkeit einen Aufschwung.

Der australische Dollar legte ebenfalls schnell zu, da Australiens Exportwirtschaft sehr auf China konzentriert ist und China der Hauptempfänger seiner Waren ist.

Zuvor war die chinesische Währung stark gesunken, aufgrund der allgemeinen Besorgnis, dass die Handelsgespräche zu keiner Einigung kommen könnten. Es gab schwere Diskrepanzen, nachdem Präsident Trump die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Millionen US-Dollar von 10 % auf 25 % erhöht hatte.

Diese Zölle, die von der Regierung nur schwer verkraftet wurden, da bereits die 10 %-Zölle Schwierigkeiten bereiteten, veranlassten die Regierung in Peking zu einem Gegenschlag. Peking ließ verlauten, dass Waren aus der USA ab 1. Juni mit neuen Zöllen belegt werden sollten.  Ein nicht unbedeutender Zug, denn US-Importe belaufen sich zurzeit auf einen Wert von 60 Milliarden Dollar.

Laut der Experten nützen Handelskriege dem Dollar überhaupt nicht, so berichtete Reuters. Forexstrategen von Arkera und BMO Global Asset Management äußerten sich dazu.

„Handelskriege nützen dem Dollar nicht. Wenn man sich ansieht, wie das Yen/Dollar-Paar auf die Ankündigung von Zöllen auf US-Waren durch China reagierte, war dies eindeutig nicht positiv für US-Vermögenswerte“, erklärte Viraj Patel, ein Währungsstratege bei Arkera, einem Finanztechnologieunternehmen.

„Der Euro hat sich trotz der jüngsten Handelsspannungen als widerstandsfähig erwiesen. Dies liegt wahrscheinlich an den Leuten, die im Vergleich zu den Währungen der Schwellenländer wenig Euros hatten und nun den Euro zurückkaufen und Euro-Hedges auflösen“, sagte Stephen Gallo, europäischer Leiter der FX-Strategie bei BMO Global Asset Management in London.

Ob das so bleibt, ist eine weitere Frage, denn der Euro hat in den nächsten Tagen und Wochen mit einer Menge Gegenwind zu kämpfen. Insbesondere die Automobilindustrie, die bereits Probleme zeigt, könnte von den neuen Tarifen für Exporte in die USA betroffen sein, was die Wirtschaftszahlen insgesamt schwächen wird.

Des Weiteren kann die Währung von den Spannungen zwischen Washington und Peking auch nicht profitieren. Ein echter Anstieg wollte nicht erfolgen und ist in den nächsten Tagen auch nicht wahrscheinlich.

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