Dramatische Ölpreisbewegungen – Yuan fällt, Euro relativ stabil


Der chinesische Yuan fiel an sechs aufeinanderfolgenden Tagen und erlebte am Montag den schlimmsten täglichen Rückgang der letzten neun Monate. Der Rückgang folgte den Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass dieser die Zölle auf chinesische Waren auf 25 % anheben würde. Die Änderung trat am Freitag in Kraft.

Die Währungsmärkte reagierten relativ ruhig auf die jüngste Eskalation. Doch man bereitete sich schon darauf vor, dass eine eventuelle Gegenmaßnahme seitens China erfolgen könnte. Am Montag erschien es noch so, als hätten sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt in eine Sackgasse gelenkt. Peking würde nicht zulassen, dass die Fiskalmaßnahmen einseitig bleiben und seiner Wirtschaft Schaden. Man durfte davon ausgehen, dass eine entsprechende Reaktion ziemlich bald erfolgen sollte.

Die Nachrichten aus Peking ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Es wurden Pläne angekündigt, dass US-Importe, die zurzeit einen Wert von 60 Milliarde Dollar betragen, ab dem 1. Juni mit neuen Zöllen belegt werden sollen.

Verschiedene Neuigkeiten wirkten sich recht dramatisch auf den Ölpreis aus. Chinas neue Zölle und die Beschädigung von Öltankern im Persischen Golf  brachten den Ölpreis ins Wanken.

Innerhalb eines Tages war tatsächlich am Montag der Ölpreis um 3 % angestiegen und danach ins Minus gerutscht. Nach bisher ungeklärten Angriffen auf zwei saudische Öltanker im Persischen Golf hatte der Preis erst einmal angezogen, doch nach den Maßnahmen, die China für die Einfuhr us-amerikanischer Waren angekündigt hatte, sank der Preis direkt wieder.

Laut einer Pressemeldung der saudischen Regierung wurden insgesamt vier zivile Handelsschiffe angegriffen. Einer der beiden beschädigten Öltanker war auf dem Weg, das geladene Öl in die USA zu befördern.

Ende Juni werden Präsident Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping beim G20 Gipfel in Japan zusammentreffen. Es wird erwartet, dass dann die Verhandlungen erneut aufgenommen werden.

Für Investoren sind momentan die üblichen sicheren Häfen am interessantesten, wie z.B. der japanische Yen und der Schweizer Franken.

Der Euro bleibt in ruhigen Gewässern

Der Euro bleibt angesichts der erneuten Handelskrieg-Spannungen relativ gedämpft und verzeichnete sogar einen geringfügigen Kursfall. Zurzeit werden noch verschiedene Zahlen vom deutschen Markt erwartet. Es stehen noch die Inflationszahlen für Deutschland und der Konjunkturindex aus.

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