USA – neue drohende Zölle für EU-Einfuhr erschüttern den wackligen Euro


Der Euro kämpft am Dienstag in Europa immer noch um die Richtung, in die er sich in den nächsten Wochen bewegen wird, da sich Berichten zufolge die US-Regierung darauf vorbereitet, gegenüber der Europäischen Union neue Zölle zu verhängen.

Die Nachricht ist eine unwillkommene Erinnerung daran, dass die Beilegung eines Handelskrieges mit China die USA möglicherweise dazu befähigen könnte, einen zusätzlichen Wirtschaftskonflikt mit einem anderen wichtigen Handelspartner und kommerziellen Rivalen zu starten, was eine neue Bedrohung für die Weltwirtschaft darstellt, die sich stetig verlangsamt.

Es scheint wenig Appetit auf große Einsätze pro Tag zu geben, bevor ein anstehender EU-Gipfel über die Entscheidung von Premierministerin Theresa May bezüglich Verlängerung der Frist für den Brexit entscheidet. May wird sich später am Tage mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen, um ihren Fall zu besprechen. Bei ihren parteiübergreifenden Gesprächen mit dem Oppositionsführer Jeremy Corbyn ist es jedoch nicht gelungen, einen klaren alternativen Weg nach vorne zu finden, was nach Ansicht der EU eine Voraussetzung für die Gewährung einer Verlängerung darstellt.

Das Pfund lag gegenüber dem Euro und dem Dollar um einen Hauch höher, als der vorsichtige Optimismus sich erneut breit machte, dass der schlimmste Fall wohl vermieden wird.

Am Mittwoch findet auch ein Treffen des politischen Rates der Europäischen Zentralbank statt, auf dem die Märkte nach weiteren Hinweisen auf Vorbereitungen für weitere geldpolitische Stimuli suchen werden, die den Euro senken könnten.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte angedeutet, dass die Bank die Strafe für die Überschussreserven der Banken als „Staffelung“ betrachten könnte, was dazu beitragen würde, die Auswirkungen noch niedrigerer negativer Zinssätze auf die Rentabilität des Bankensystems der Eurozone abzuschwächen. Trotz der deutlichen Konjunkturabkühlung im ersten Quartal erwarten nur wenige Analysten kurzfristig Maßnahmen.

Konflikt in Libyen beeinträchtigt Ölpreis

Über Nacht hatte der Anstieg der Ölpreise die Rohstoffwährungen wie den kanadischen Dollar und den russischen Rubel weiter unterstützt. Im Laufe des Wochenendes eskalierte in Libyen ein Konflikt, von dem viele befürchten, dass die Produktion davon enorm beeinträchtigt werden könnte.

Die Produktion in den USA verlief schleppend. Laut der UVP produziert das Land täglich mehr als 12 Millionen Barrel Rohöl und ist damit der größte Produzent der Welt, noch vor Saudi-Arabien und Russland.

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