Euro leidet weiterhin unter Brexit-Trennungsschmerz


Die letzten fünf Tage erinnern an den immensen Druck, dem die Einheitswährung ausgesetzt ist. Eine Reihe enttäuschender europäischer Wirtschaftsdaten zeigte auch, dass die vorsichtige Wende der EZB im März nicht umsonst war.

Der EUR / USD könnte bei der anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank einem Verlustrisiko ausgesetzt sein. In der vorherigen Erklärung im März hatte die EZB die Zinserhöhungserwartungen zurückgedrängt, da sie die Wachstumsprognosen drosselte. Präsident Mario Draghi wird in seiner Pressekonferenz möglicherweise erneut auf die Notwendigkeit vorsichtiger Bewegungen hinweisen.

In den Protokollen nach der März-Sitzung war die erhöhte Unsicherheit besorgniserregend und verwies auf erhöhte Handelsspannungen in den größten Volkswirtschaften der Welt. China ist einer der größten externen Handelspartner Europas und seine Wirtschaft verlangsamt sich zusammen mit der EU. In der vergangenen Woche deutete Chinas Präsident Xi Jinping zusammen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Liu He an, dass bei den Handelsgesprächen mit den USA erhebliche Fortschritte erzielt wurden.

Der Euro konnte jedoch laut Forexcrunch keine große Unterstützung finden, obwohl Aktien dies taten, was ein wenig besorgniserregend ist. Je näher die Verhandlungen kommen, desto stärker werden die verbleibenden Probleme. Am bemerkenswertesten sind diejenigen über geistige Eigentumsrechte. Donald Trumps führender Wirtschaftsberater, Larry Kudlow, sagte am Freitag, die Gespräche mit China seien noch nicht ganz abgeschlossen, weitere Fortschritte sind jedoch möglich.

Der Brexit bleibt eine Wildcard mit der bedingungslosen Verlängerung der Widerrufsfrist, die am 12. April ansteht. Ende vergangener Woche bot der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, Großbritannien eine 12-monatige Scheidung an. Premierministerin Theresa May bat um eine Verlängerung bis zum 30. Juni. Vor diesem Hintergrund werden alle Augen auf den Notfall-Brexit-Gipfel am 10. April mit den EU-Staats- und Regierungschefs gerichtet, um den nächsten Schritt nach vorne zu machen.

Das vermutlich beste Szenario für das Pfund ist keine Verzögerung des Brexit, sondern ein zweites Referendum, das auch als Bestätigungstermin oder Volksabstimmung bezeichnet wird. Beide Parteien haben ihre Positionen verschoben, und die Chancen für einen solchen Schritt sind gestiegen. Es ist das beste Ergebnis für das Pfund, da es den Brexit komplett stornieren würde. Die Chancen sind zwar gestiegen, aber es ist unwahrscheinlich, dass sie in dieser Woche bestätigt werden.

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