Britisches Pfund wieder auf Kurs – die Wahrscheinlichkeit, dass der Brexit verschoben wird, wächst


Das britische Pfund durfte am Freitag kurz Atem holen, blieb aber auf Kurs, um seinen größten wöchentlichen Gewinn in sieben Wochen zu erreichen, nachdem das britische Parlament beschlossen hatte, den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu verzögern.

In dieser Woche erreichte es ein Plus von 1,8 Prozent. Dies ist der größte Zuwachs seit Ende Januar. Unterstützt wird der Anstieg durch die allgemeine Erleichterung, dass Großbritannien nicht ohne Abkommen aus der EU ausscheiden wird.

Der britische Gesetzgeber billigte einen Antrag, der die Möglichkeit vorsieht, die EU um eine kurze Verzögerung zu bitten, falls das Parlament sich bis zum 20. März auf ein Brexit-Abkommen einigen kann, oder eine längere Verzögerung, wenn sich nicht rechtzeitig ein Deal vereinbaren lässt. Das Pfund war weitgehend stabil, nachdem der Antrag am Donnerstag verabschiedet worden war.

„Auf dem Markt herrscht ein schwacher Konsens darüber, dass sich der Brexit verzögern wird. Die Dinge haben sich entsprechend entwickelt“, sagte Kyosuke Suzuki, Direktor von forex bei Societe Generale.

„Das Rrisiko ist jedoch noch nicht vollständig verschwunden. Der EU-Gipfel der nächsten Woche wird wahrscheinlich der Höhepunkt sein“, erklärte er und stellte dazu fest, dass alle 27 EU-Mitglieder jede Verlängerung genehmigen müssen.

Bevor sich die britische Premierministerin Theresa May am Mittwoch und Donnerstag mit den EU-Staats- und Regierungschefs trifft, ist in der nächsten Woche eine erneute Abstimmung über ihren zweimal abgelehnten Deal wahrscheinlich.

Der Gesetzgeber muss nun entscheiden, ob er einen Deal unterstützt, der seiner Meinung nach keine saubere Trennung von der EU bietet, oder ihn ablehnen und akzeptieren sollte, dass der Brexit durch eine lange Verzögerung verwässert oder sogar durchkreuzt werden könnte.

Der Dollar war allgemein schwächer, nachdem die US-Daten am Donnerstag den wachsenden Druck auf die US-Wirtschaft unterstrichen und den Dollar in Schach gehalten hatten, so berichtet CNBC.

US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte am Donnerstag, ein Handelsgipfel zwischen Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping werde nicht Ende März stattfinden, wie zuvor vorgeschlagen worden war, da in den Handelsverhandlungen noch mehr Arbeit zu leisten sei.

Trump sagte, dass ein Handelsabkommen mit China wahrscheinlich in den nächsten drei oder vier Wochen bekannt gegeben wird.

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