Der Euro steigt inmitten ansteigender Dollarverkäufe – Yuan legt ebenfalls zu


Der Euro steckte in den letzten drei Monaten in einem Bereich von 1,12 $ bis 1,15 $ fest. Gründe waren möglicherweise Wachstumsängste und Anzeichen darauf, dass die Europäische Zentralbank ihren Finanz-Stimulus wahrscheinlich nicht so bald beenden wird.

Aber die zurückhaltenden Fed-Protokolle dieser Woche haben laut Reuters Dollar-Verkäufe ausgelöst, den Euro auf 1,1581 USD angehoben und damit zum ersten Mal seit drei Monaten einen gleitenden 100-Tage-Durchschnitt überschritten. Die Gemeinschaftswährung hat diese Woche um 1,2 Prozent zugelegt.

Chris Turner, Leiter des Devisengeschäfts bei ING in London sagte, dass ein sanfter makroökonomischer Ausblick darauf hindeutet, dass „Europa Schwierigkeiten haben wird, Rotationsströme aus den US-Märkten zu ziehen“.

Trotz seiner jüngsten Gewinne wurde der Euro durch eine Reihe schwächer als erwarteter Wirtschaftsdaten, insbesondere aus Frankreich und Deutschland, unter Druck gesetzt.

Darüber hinaus wird erwartet, dass die EZB 2019 weiterhin akkommodierend bleibt, was nach Ansicht der Händler verhindern sollte, dass die Währung wesentlich höher steigt.

Ein weiterer Grund für die Stärke des Euro könnte die Wiederbelebung des chinesischen Offshore-Yuan sein.

„Ein stärkerer Yuan bedeutet, dass 23,6 Prozent des handelsgewichteten Korbs des Euro steigen werden, und das bedeutet, dass selbst eine von den wirtschaftlichen und politischen Problemen im Inland belastete Währung gegenüber dem Dollar ein wenig an Fahrt gewinnen kann“, sagte Kit Juckes, Stratege bei Societe Generale.

Der Yuan hat sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Handel den Schlüssel von 6,8 pro Dollar durchbrochen.

In China werden die Handelsgespräche verlängert – kann eine Einigung erzielt werden?

China und die Vereinigten Staaten haben die Handelsgespräche in Peking verlängert, um die Ölpreise anzukurbeln und die Stimmung insgesamt zu verbessern. Dies hat den Yuan auf den höchsten Stand seit Ende Juli angehoben, zusammen mit den jüngsten Zusicherungen aus Peking, dass die Konjunktur weiter angeheizt wird.

US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte am späten Donnerstag, der chinesische Vizepremier Liu werde „am wahrscheinlichsten“ im Januar zu Handelsgesprächen nach Washington kommen.

Der amtierende Fed-Vorsitzende Jerome Powell bekräftigte am Donnerstag, dass die US-Notenbank angesichts der stabilen Inflation geduldig sein kann.

Die Märkte preisen jetzt in diesem Jahr keine weiteren Zinserhöhungen durch die Fed ein.

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