Apple steht und fällt mit dem iPhone – und zieht den ganzen Tech-Sektor hinunter


Dan Ives, Wall Street Analyst bei Webush, betont, dass eine Litanei schlechter Nachrichten die Aktien belaste. Ein großer Teil davon hängt vom iPhone ab, dem mit Abstand größten Umsatzsegment von Apple.

Die Apple-Aktie, der Investoren liebstes Kind und Stimmungsbarometer für die Wall Street, liegt mehr als 20 Prozent unter den Allzeithochs und hält sich derzeit an bescheidenen Jahresgewinnen fest. Die Aktie hat mehr als 100 Milliarden Dollar gegenüber dem historischen Hoch von einer Billion Dollar verloren.

Am 1. November meldete das Unternehmen neben den fiskalischen Gewinnen von Apple für das vierte Quartal niedrigere Auslieferungszahlen für das iPhone als erwartet, und warnte davor, dass das Weihnachtsgeschäft nicht umwerfend werden würde. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es nun keine Einzelverkaufs- und Umsatzzahlen für das iPhone bzw. für einzelne Produktlinien mehr melden werde. Ein Schachzug, der weder von Analysten noch Investoren begrüßt wurde, weil dadurch Transparenz verloren geht.

Im Zuge dessen fallen die Aktien der Apple-Zulieferer wie Pegatron, Foxconn oder des österreichischen Chip-Herstellers AMS.

Markt-Stimmungsbarometer Apple zieht ganze Sektoren herunter

Was bei Apple geschieht, bleibt nicht bei Apple. Apple hat z.B. eine beträchtliche Gewichtung in vielen ETFs, darunter besonders die Sektor-ETFs, wie etwa dem Technology Select Sector SPDR. Apple wiegt dort recht schwer, mit 19 % des Umsatzes.

Des Weiteren gibt es Druck bei Unternehmen, die theoretisch absolut nichts mit Apple zu tun haben. Beispielsweise seien hier Paypal und Salesforce oder der Einzelhändler Target genannt. Target trifft es besonders hart, da das Unternehmen gerade erst Rekordumsätze gemeldet hatte.

Unternehmen wie Netflix, Amazon, Facebook und Google haben in den letzten Wochen einen Abschwung erlebt.

 

„Die Tatsache, dass die Aktien trotz der Aktivitäten der zugrunde liegenden Unternehmen kontinuierlich gestiegen sind, gab ihnen einen Anschein von Unbesiegbarkeit und ließ sie weniger risikoreich erscheinen als sie sind“, sagte Mike Huffman, Chief Investment Officer bei Rock Point Advisors in Vermon . „Sie waren bis vor etwas mehr als einem Monat narrensicher.“

Hierzu passt auch die Prognose von Top-Strategist Savita Subramanian, dass aktuelle Daten und Prognosen vieler Investment Broker die Wahrheit verhüllen, und dass der Markt sich generell im Abwärtstrend befindet und bis Ende 2019 Abwertungen zu erwarten sind.

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